Eintrag #002

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Hallo CMDR LINSENHELD

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Eintrag 002 – Im Weltall hört Dich niemand schreien singen

Liebes Tagebuch…

ICH BIN DOCH BESCHEUERT!

Wenn der schnöde Mammon ruft, wird man doch tatsächlich blind für die Auftragsbeschreibung (Oder man überschätzt sich maßlos!). Anders kann ich mir diese „Stupidität“ nicht erklären…

Aber von vorn! Dieser Eintrag ist nur mit passender Musikuntermalung zu genießen!

Ohh… Upps… Da muss ich ich Musikplayer wohl in der Reihe verrutscht sein. Das Partyschiff zum Party-Planeten MALL-OZZA 37B geht ja erst nächste Woche.

Dann mal nach dem richtigen Song schauen…

Da beginnt man seinen Arbeitstag ganz entspannt auf dem Kepler Gateway, putzt noch mal über seine Dolphin drüber, trinkt einen Kaffee und guckt über die Auftragsliste in der Passagierlounge. Alles so weit normale Aufträge, ein paar Flüchtlinge die transportiert werden wollen, der ein oder andere „normale“ Fluggast.

Und dann ist da dieser eine Typ. „Hank Pollard“, VIP-Tourist mit dem Wunsch, durch die (gefühlt) halbe Galaxie kutschiert zu werden. Irgendwas mit Eisgeysiren und „Atomgrün“. Aber er zahlt ordentlich. Immerhin fast 2 Millionen Credits. Das dass weiteste Ziel fast 300LJ entfernt liegt, habe ich mit Bauchschmerzen zu Kenntnis genommen. Reizvoll ist das Angebot die Bezahlung ja schon. Ich hab dann allerdings doch erst einmal einige andere Aufträge angenommen. Zum wach werden und so. Hank läuft ja hoffentlich nicht so schnell weg.

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Diese Aufträge verliefen auch recht ruhig, sogar ein nettes „Dankeschön“ gab es von den Flüchtlingen. Das sind da solch Momente, in denen der Job als Kutscher echt Spaß macht. :)

Nach weiteren (kleineren) Systemsprüngen, bin ich dann am späten Vormittag wieder auf dem Kepler Gateway angekommen. Zeit für einen weiteren Pott Kaffee. Dabei einen kurzen Blick in die Passagierlounge geworden… Mr. Pollard saß da wirklich noch.

Ob ich ihn anquatschen soll?! Immerhin ist sein Flug fast 2 Millionen Credits schwer…

Gedacht, getan! Mr. Pollard unterschrieb bei mir, pfiff seine Entourage zusammen, die anschließend wie die Tauben auf dem Markusplatz um ihn schwirrten und stieg in die Dolphin ein. Dort nahmen sie die First-Class Kabine in Beschlag und warteten drauf, dass die reise losging. Da aber in der Businessclass noch ein bisschen Platz war, nahm ich einen weiteren Auftrag eines Geschäftsmann an, den in unterwegs „rausschmeißen“ konnte. Die Bude war als relativ voll und bereit zum Start. Hätte ich gewusst, was das für ein Trip wird, ich hätte mir wohl Baldrian eingepackt…

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Aber nutzt ja alles nichts, die Arbeit muss ja gemacht werden.

Den Geschäftsmann als recht zügig (Nur ein Sprung!) auf einem kargen Planeten abgesetzt, damit ich dann die lange Reise mit Mister Pollard und Gefolge starten kann.

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Noch bevor ich aus der Planetenatmosphäre raus war, plärrte Mr. Pollard auch schon rum. Ob ein Zwischenhalt zum Shoppen möglich wäre?! Nein, war es nicht! Ich mach auch für 2 Millionen Credits keine unnötigen Umwege! Also bitte Ruhe im Karton, ich muss mich aufs Fliegen konzentrieren. (Außerdem ist das Tanken an den Sternen gar nicht so ohne… Zu spät reagiert und Bumms… Nach dem Sprung in den Stern geknallt!)

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Gesagt, getan… Frameshift rein und los! Erstes Ziel sollte ein Eisgeysir sein. Nach relativ wenigen Sprüngen im Zielsystem angekommen und schon beim Anflug auf den Planeten den „Fail“ gesehen. Leider lag der Geysir auf der Schattenseite, so das es nur ein kurzer Ausflug auf die Planetenoberfläche war. Nun ja… Zeit ist ja auch gleich Credit. Und man kann ja nicht immer auf der Sonnenseite (des Lebens) stehen… ;)

Nach einer kurzen Ehrenrunde also weiter zum nächsten Ziel. Ebenfalls ein Eisgeysir (Scheinbar hat Mr. Pollard eine Vorliebe dafür). Diesmal führte die Route schon über deutlich mehr Systeme (Meine kleine Dolphin kann ja auch maximal nur knapp 20LJ springen). Aber hey… irgendwas ist ja immer.

Kaum im Zielsystem angekommen, kam von hinten schon wieder eine Anfrage. Mr. Pollards „Hiwi“ fragte nach frischen Obst & Gemüse.

Ja sind wir hier denn auf der Titanic?!?

Auch wenn es vielleicht nicht besonders Kundenfreundlich und/oder „Serviceorientiert“ ist. Den Wunsch schlug ich abermals aus.

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Da ich aber so furchtbar nett sein kann und -ehrlich gesagt- auch kein Bock auf eine „2-Sterne Bewertung“ im GalNet habe, bin ich zur Entschädigung kurz über das Ringsystem des dortigen Gasriesen geflogen. Man soll seinen Passagieren ja auch ein bisschen was bieten. ;)

Da wir Glück hatten und die Geysire auf der Tagseite des Planeten lagen, wollte Mr. Pollard auf dem Planeten landen. Klar, warum nicht. So konnte ich mir wenigstens auch ein bisschen die Füße vertreten.

Was dann aber folgte, war recht skurril. Ein gestandener Mann, der mit seinem Gefolge „witzige“ Selfies vor meinem Schiff machte. Und ich dachte, diese „Seuche“ sei im 21. Jahrhundert ausgestorben.

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Nach dem ganzen Selfiequatsch, ging es dann auch schon wieder weiter. Mit Blick auf die Galaxiekarte, lag diesmal ein längere Weg zum letzten Etappenziel vor uns. 180LJ! Na da haben wir ja was vor uns. Zum Glück bin ich im „Kruger 60“ System vorher noch einkaufen gewesen. So konnte ich mich unterwegs wenigstens in de Kombüse stellen und mein legendäres „Weltraum-Chilli“ zaubern.

Das Mr. Pollard etwas dran auszusetzen hat, hätte ich mir denken könne. Er mag es nicht „scharf“. Pff… Banause!

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So vergingen also die Sprünge…

Gut, dass ich mir ein Treibstoffsammler in die Dolphin hab einbauen lassen. So konnte ich direkt nach dem Sprung eine kurze Rast einlegen, das System Energie von Sternen ziehen lassen und die „Gäste“ hatte ein bisschen was zum Gucken. Außerdem konnte ich in der Zeit wenigstens noch die Scanner anschmeißen, ein paar Kartendaten „im Handstreich“ mitnehmen. ;)

Nach zahlreichen weiteren Sprüngen sind wir dann endlich an der finalen Destination angekommen.

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Okay… Ich habe schon vieles in meinem Leben als Barkeeper gesehen.

Aber dieser Planet hat sogar mich einen Moment sprachlos gemacht. Das erste Mal, seit ich im Cockpit sitze, so etwas „außergewöhnliches“ gesehen. Hat mich und die Gäste gefreut. Und war etwas, von dem wir auf der (langen) Rückreise zerren konnten.

Mit Blick auf Navigationssystem, hätte ich mich fast aus der Rettungsluke gesprengt…

306 Lichtjahre Rückweg! 

Na gute Nacht… Und ich dachte, im Jahre 3306 überwindet man solche Distanzen spielend.

Nun gut, ich konnte es nicht ändern… Oder hätte ich Mr. Pollard vielleicht doch auf diesem grünlich-schleimigen Planeten zurücklassen sollen?! ;)

Nutzt ja nix… Frameschift rein und ab dafür!

Sprung… Auftanken… Scannen… Sprung…

Sprung… Scannen… Sprung…

Sprung… Auftanken… Scannen… Sprung…

Sprung… Auftanken… Scannen… Sprung…

Sprung… Scannen… Sprung…

Einen Pott Kaffee holen…

Sprung… Auftanken… Scannen… Sprung…

Sprung… Auftanken… Scannen… Sprung…

Sprung… Scannen… Sprung…

Ein bisschen bei GalNet surfen…

Sprung… Scannen… Sprung…

Sprung…Auftanken… Scannen… Sprung…

Und so weiter und so fort… :rolleyes:

“It´s a long Way to Tipperary…”

Gott sei Dank hab ich Kaffee und heute auch mein Chilli an Bord (Und gute Luftfilter! ;) ).

Damit wurde es wenigstens nicht ganz so eintönig. Mr. Pollard blieb auf der Rückreise erstaunlich ruhig. Ist vielleicht weggepennt ob der ganzen Monotonie. ;)

Und dann irgendwann (nach gefühlten Stunden) sah ich es im Cockpit…

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KRUGER 60 – Die „Heimat“! 8)

Gott, was war ich froh in das System zu springen und auf direkten Weg nach Kepler Gateway zu fliegen. Selten habe ich mich so gefreut bei dem Anblick eine Station! und wie sich der Anflug auf das Landepad erst angefühlt hat…

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Komischerweise stieg Mr. Pollard mit ein, als ich beim Anflug „It´s a long Way to Tipperary“ anstimmte…

Ich glaube, er war auch froh wieder in heimischen Gefilden zu sein. Das war aber auch ein Trip. Ich sachs Euch… Nur weil ich so scharf auf die Credits war. Na ja… manchmal muss man eben durch Schmerz lernen (Ich will heute kein Cockpitsitz mehr unter meinem Hintern spüren!).

Aber tatsächlich sollte es sich lohnen.

Allein durch die Kartendaten wurden 2,5 Millionen Credits auf mein Konto gespült. Mr. Pollard sollte mich aber nochmals auf die Probe stellen…

Er konnte es nicht lassen, mir verschiedene Entlohnungen anzubieten…

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Uff… Nehme ich jetzt bloß die Kohle? Oder greife ich noch die Laserkristalle ab? Oder geb ich gar nix auf Kohle und lasse meinen Ruf in die Höhe schnellen?!

Was würden gestandene Piloten machen? Wofür sich die Leser dieses Reisetagebuch entscheiden?

Gut, dass Mr. Pollard noch ein bisschen hier auf der Station verweilt. So konnte ich noch ein paar Stunden Bedenkzeit herausschlagen. Ich werde jetzt erst mal die Dolphin abstellen, in die Weltraumbar gehen und mir dort ein kühles (Weltraum) Blondes gönnen. DAS habe ich mir heute definitiv verdient!

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Ich hole mir jetzt mein kühles Bier. Ihr könnt mir ja eventuell bei der Entscheidungsfindung etwas unter die Arme greifen… ;)

Als dann… Bis zum nächsten Eintrag.

Greg Brady

CMDR LINSENHELD

### Eintrag -002- ###

– Grafiken von edassets.org –

Eintrag #002

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